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Definition
  Es besteht kein Zweifel darüber, dass das Universum Beobachter hervor gebracht hat. Diese wiederum stehen auf dem Fundament der Biosphäre. Damit das Universum Leben hervorbringen konnte, muss es bestimmte Bedingungen hinsichtlich der physikalischen Gesetze erfüllen. Diese wiederum müssen bis auf ein Tausendstel Milliardstel abgestimmt sein. Anderenfalls ergäben sich Universen, die kein Leben hervorbringen können.  
Übersicht
> Einführung in das Anthropische Prinzip/Zitat von Guitton
> Erklärung der Grafik
> Übersicht über die verschiedenen Varianten des Anthropischen Prinzips
> Synthese von Kohlenstoff
> Fred Hoyle zum anthropischen Prinzip
> Supernova
> Wasserstoff - Wasser ist ein besonderer Stoff
> Quantenphysik und Anthropisches Prinzip
> Warum wird es nachts dunkel?
> Materie und anthropisches Prinzip
> Textgrafik zur Urknalltheorie
> Kritik am Anthropischen Prinzip von S. Weinberg
> Anthropisches Prinzip und Kontingenz
> Aussagekraft des Anthropischen Prinzips
> Interpretation > Folien und Anschauungsmaterial zum AP
Lee Smolin hat unter der Voraussetzung, dass sich die Naturkonstanten mehr oder
weniger frei wählen lassen, berechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit unser Universum existieren würde, und er kommt auf den irrwitzig kleinen Wert von
1:10
229 . Ehe Sie sich diese Zahl vorzustellen versuchen, schlage ich Ihnen vor, sich zunächst die ungefähre Anzahl aller Protonen im beobachtbaren Universum vorzustellen: Ich nehme an, Sie scheitern schon bei diesen läppischen 10 80 Stück. Die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen liegt übrigens bei 1:13 983 816, ist also deutlich besser als 1:108 .

Quelle: Dr. Manzel, Das Evangelium der Naturwissenschaften
 
Genauere wissenschaftliche Untersuchungen des Universums in den letzten Jahren haben folgendes ergeben: Das Universum wirkt konstruiert. Ein Universum, das Leben, Geist und Bewußtsein hervorbringen kann, ist angewiesen auf eine unvorstellbar präzise Feinabstimmung der 4 Grundkräfte der Natur. Wäre zB. Die Gravitation am Beginn des Universums nur um einen Wert von einem Tausendstel Milliardstel vom tatsächlichen Wert abgewichen, hätte es eine gänzlich andere Gestalt und kein Leben hervorbringen können.


"Wir können das Universum als eine in einem Geheimcode abgefaßte Nachricht begreifen, als eine Art kosmische Hieroglyphe, die wir gerade erst zu entschlüsseln beginnen. Wer hat diese Nachricht abgefaßt? Wenn uns das Rätsel dieses kosmischen Codes von seinem Urheber aufgenötigt worden ist – bilden unsere Entzifferungsbemühungen dann nicht eine Art Muster, so etwas wie einen immer klarer werdenden Spiegel, in dem der Urheber der Nachricht die Erkenntnis erneuert, die er von sich selbst hat?" Jean Guitton, franz. Philosoph

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Bei der obigen Grafik handelt es sich um eine Folie, die ich im Unterricht einsetze. Ich bitte die schlechte Qualität zu entschuldigen. Der Download dürfte wesentlich besser ausfallen. Das grüne Oval soll deutlich machen, dass der Mensch kraft seines Geistes Raum und Zeit transzendiert und infolge sorgfältiger Beobachtung, Auswertung von Daten und wissenschaftlicher Theorienbildung beginnt, die kosmische Evolution (die ja nicht erst mit dem Leben auf der Erde einsetzte) bis zu ihrem Anfang, einer physikalischen Singularität, aus der die Raum-Zeit entstand, nachzuvollziehen bzw. in Ansätzen zu begreifen. Daraus geht hervor, dass Geist und Bewusstsein wesentliche Bestandteile der kosmischen Evolution sind und dass man weder den Kosmos ohne den Menschen noch den Menschen ohne Verbundenheit mit dem Kosmos sehen darf.
Demnächst wird es auch hier mehr zum Anthropischen Prinzip zu lesen geben. Vorerst sei für Interessierte auf eine Seminararbeit von Ralf Kleemann verwiesen, die einen guten und verständlichen Überblick über das komplizierte Thema bietet.
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Neben der auffälligen Feinabstimmung zwischen den vier Grundkräften der Physik, der starken und schwachen Kernkraft, der elektromagnetischen Wechselwirkung, die die Elektronen auf bestimmte Energieniveaus an den Atomkern bindet, und der Gravitation, die im Gegensatz zu den ersten drei Kräften den makroskopischen Bereich beherrscht, gibt es noch eine Reihe anderer Auffälligkeiten.

Nur zwei seien davon genannt.
Aus dem Chemieunterricht wissen wir vielleicht noch, welch wichtige Bedeutung dem Kohlenstoffatom für das Leben zukommt.
Unsere Analysen erlauben eine Eingruppierung des C-Atoms in das Periodensystem der Elemente, woraus gewisse Eigenschaften abgeleitet werden können. Seine Sonderstellung verdankt das C-Atom der Kombination zweier Faktoren: Seiner Vierwertigkeit bei gleichzeitiger Stabilität der Verbindungen, die es mit sich selbst oder mit anderen Elementen eingehen kann. Die Bildung von Polipeptidketten, die zu Eiweissen gefaltet werden, aus denen unser Körper besteht, ist das Ergebnis der reichen Kombinationsfähigkeit des Kohlenstoffatoms, das sich mit jeweils vier anderen Elementen, hauptsächlich Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff verbinden kann. Silicium ist zwar auch vierwertig, jedoch aufgrund der Schwere des Kerns instabil. Diese Eigenschaften lassen es als ideal, möglicherweise gar notwendig erscheinen für die Entstehung von Leben im Universum.
Nun gab es bis zur Entstehung der ersten Galaxien nur Wasserstoff und Helium. Kohlenstoff mußte erst in wesentlich größeren Sonnen als der unseren erbrütet werden. Das hört sich einfacher an, als es in Wirklichkeit war.
Drei Helium-4 Kerne bilden ein C-12 Atom. Diese komplizierte Kohlenstoffsynthese läuft über die Zwischenstufe eines Beryllium - 8 Kerns. Damit nun endlich Kohlenstoff aus der Zwischenstufe durch Verschmelzung mit einem weiteren Helium-4 Kern entstehen kann, bedarf es eines bestimmten Energieniveaus (Resonanz). Dieses wurde von dem Astrophysiker Fred Hoyle 1954 vorausberechnet und später experimentell bestätigt. Das Energieniveau von O-16 ist -Gott sei Dank!- um 1% zu niedrig. Andernfalls würde Kohlenstoff lediglich eine kurze Zwischenstation auf dem Weg zum Sauerstoff gewesen sein.
Diese außerordentliche Feinabstimmung brachte Fred Hoyle zu folgender Aussage:
 
< HOYLE war vom Erfolg seiner anthropischen Voraussage sehr beeindruckt und bekannte später: "Nichts hat meinen Atheismus so sehr erschüttert wie diese Entdeckung." Und für den Physiker und Autor PAUL DAVIES ist ganz offensichtlich, daß hier ein Element eines kosmischen Plans vorliegt. >

Zitiert aus einem Vortrag von
Prof. Dr. Peter C. Hägele zum Thema:
<Ist der Kosmos für den Menschen gemacht?>
der übrigens auch sehr empfehlenswert ist

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Bleiben wir noch einen Moment beim Kohlenstoff. Erst mal in großen Sonnen entstanden mit im Vergleich zu unserer Sonne sehr kurzer Lebensdauer muß selbiger ja ins Weltall gelangen. Würde er in den ausgebrannten Sternen zu Asche verklumpen oder in ein schwarzes Loch verschwinden, könnte ich mich jetzt nicht über die nächste Merkwürdigkeit und Feinabstimmung, diesemal zwischen dem subatomaren und dem makrokosmischen Bereich, wundern.
Im Gravitationskollaps eines ausbrennenden Riesensterns wird seine äußere Hülle abgesprengt, wodurch die schweren Elemente wie Sporen einer Pflanze ins Weltall hinaus geschleudert werden. Solche Supernovae gehören zum anthropischen Prinzip.
Dass die Hülle in einer gewaltigen kosmischen Katastrophe eines sterbenden Sterns abgesprengt werden kann, hängt mit einem scheinbar unbedeutenden, weil masselosen Teilchen, dem Neutrino zusammen. Es liefert die unvorstellbare Energie der Supernovae.

Die Druckwellen solcher Explosionen gaben wiederum den Impuls für gravitative Verdichtungen von kosmischen Gas- und Staubwolken, woraus protoplanetarische Scheiben entstanden und selbstverständlich noch entstehen und entstehen werden. Das Endresultat sind dann jene kostbaren Verdichtungen jener schweren Elemente, die wir Planeten nennen. Einen davon kennen wir ja gut. Von ihm geht ein Verwundern aus ob all dem Sonderbaren.
Wir sind Sternenstaub
Ein weiterer interessanter Link zum Thema verweist auf einen Text von Pfarrer Eckhard Etzold.
Kuzbeschreibung des Inhalts: Scholastische Theologie: lumen revelationis (Licht der biblischen Offenbarung), lumen naturalis (Licht der Natur, das mit der Vernunft wahrgenommen werden kann), Nietzsche, die Konsequenzen der modernen Physik, ausführliches Referat des französischen Philosophen Guitton, kritische Würdigung des Physikers Frank Tipler, der Gott und Auferstehung mittels der Physik bewiesen zu haben glaubt
Anspruchsvoll, teilweise schwer lesbar, aber dennoch für Interessierte mit überdurchschnittlichen Kenntnissen in naturwissenschaftlichen Fragen empfehlenswert, der Aufsatz von Dr. Rüst.
Eine sehr kurze Einführung ins AP bietet folgender Link; thematisiert wird darüber hinaus die Konsequenz absoluter Zufälligkeit (Monod), sowie Weinbergs <anthrope Bezirke> in einem viel größeren nicht anthropen Universum
>> weiter zum Wasser als dem besonderen Stoff
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