| Bezeichnung der Deutung |
Vertreter |
Eigenschaften/Behauptung |
Konsequenzen |
Schwächen |
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| Kopenhagener Deutung |
Bohr |
Der Beobachter des Experiments und die Versuchsanordnung spielen eine große Rolle; Bewußtsein/Geist haben großen Wert, Komplementarität |
es gibt keine objektive Wirklichkeit; sie wird durch die Beobachtung konstituiert, das Teil ist mit dem Ganzen verbunden |
infiniter Regress, Quanteneffekte übertragen sich auf das Messgerät |
vor der Beobachtung ist die Katze nicht wirklich vorhanden |
| Mehrfachwelten, parallele Universen |
Everett, Wolf, D.Deutsch |
unendlich viele parallele Welten, die sich ständig weiter verzweigen, sobald eine Beobachtung auf Quantenebene vorgenommen wird; das Bewußtsein des Beobachters verzweigt sich ebenfalls |
Postulat einer objektiven Wirklichkeit kann aufrecht erhalten werden, Nichtlokalität, Informationsvermittlung mit Überlichtgeschwindigkeit; alle Zeitmode sind gleich berechtigt; kausale Paradoxien |
Verstoß gegen Occams Rasiermesser; parallele Universen sind nicht erfahrbar |
in der einen Welt findet der Beobachter die Katze lebendig, in der anderen Welt ein anderer Beobachter die Katze tot vor |
| Das sich selbst beobachtende Universum |
John Wheeler, der sich später von seiner Theorie distanzierte |
das Universum realisiert sich selbst durch rückwirkende Beobachtung (=Verursachung); kosmologisches Schleifenmodell |
starkes anthropisches Prinzip, Bewußtsein ist unbedingt notwendig für die Existenz dieses Universums |
zeitliche und kausale Paradoxien; die Wirkung geht der Ursache vorauf |
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| Statistische oder Ensemble Deutung |
John Taylor |
ein isoliertes physikalisches System wie z.B. der Zustand eines Elektrons ist nicht messbar |
nur statistische Aussagen sind möglich; der Beobachter spielt keine Rolle |
Betrachtung eines isolierten physikalischen Systems führt nicht zur Gewinnung von Information |
in 50% der Fälle lebt sie noch, in 50% der Fälle ist sie tot; der Zustand der einzelnen Katze kann nicht beobachtet werden |
| verborgene Variablen; Quantenpotenzial |
David Bohm |
Holistisches Weltverständnis; das Ganze ist in seinen Teilen eingefaltet; Dynamik von Einfaltung und Entfaltung; Materie und Geist gehorchen einer tiefer liegenden Ordnung; Aufgabe der Lokalität; sowohl die Quantentheorie als auch die spez. Relativitätstheorie sind nur Näherungen |
Bewußtsein kann nur Bewußtsein und Gesellschaft beeinflussen, nicht aber die Materie; Philosophische Überzeugung geht dem Experiment vorauf |
verläßt den engeren Bereich wissenschaftlicher Methodik; teils Anklänge an esoterische Gedanken |
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| Deutung gemäß den Gesetzen der klassischen Physik |
Einstein |
durch das EPR-Gedankenexperiment versuchte Einstein nachzuweisen, dass die Teilchen wirklich existieren und sich nicht in geisterhaften Schattenwelten aufhalten; Auseinandersetzung mit Bohr, der die auseinanderfliegenden Teilchen immer noch als eine Einheit verstand, auch wenn sie Lichtjahre voneinander entfernt wären |
Rettung der klassischen physikalischen Gesetze; Existenz von Materie; Berechenbarkeit; Einsteins berühmter Ausspruch: Gott würfelt nicht |
Einstein wurde widerlegt durch den berühmten Versuch von Alain Aspect 1982 in Paris; Stützung der Quantentheorie durch das bisher wichtigste Experiment; Nachweis der Nichtlokalität infolge der Beeinflussung von Teilchen in einer Einstein-Separabilität (=Bezirke, zwischen denen Informationen nur mit Überlichtgeschwindigkeit ausgetauscht werden können) |
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