Weihnachtsgeschichten von Schülern
Joanne Schloss
Sebastian Kilsbach
Ich denke, Gläubige haben kein Selbstbewusstsein, suchen Trost, brauchen eine Erklärung für ihre Existenz. Ich denke, die Bibel ist längst überholt, frauenfeindlich und genau betrachtet sehr unlogisch bzw. unrealistisch. Ich finde auch, dass Kirchen überflüssig sind, da man keine Kirche braucht um zu beten. Ich glaube, die meisten Menschen gehen nur in die Kirche, damit jeder sieht: sie sind gläubig. Bei alten Menschen ist wohl die Angst vor dem Tod der Grund. Da Gott den Menschen ja angeblich so liebt wie er ist, verstehe ich nicht, warum dort gewisse Regeln gelten und man zum Beten die Hände falten soll (das ist doch egal). In der Kirche muss man leise und still sein, das finde ich schade. Es wäre doch viel schöner, wenn Leben in der Kirche herrschen würde. Zum Leben gehört nun mal auch Lärm, Lachen und wenn jemand denkt, er müsse während der Predigt Karten spielen, soll er es doch tun. Aber in der Kirche, also vor Gott, muss man sich benehmen, das heißt, ich muss mich verstellen. Warum?

Julia R.
Viele Menschen sagen, dass sie nicht an Dinge glauben, die sie nicht sehen können. Aber dann könnten sie z.B. auch nicht lieben. Liebe kann man weder sehen noch hören. Liebe kann man genau so schlecht definieren wie an Gott zu glauben.
Glauben heißt nicht wissen. Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube, dass es etwas viel größeres gibt, etwas, was man sich nicht vorstellen kann. Aber ich finde, es ist besser, an irgend etwas zu glauben, das kann auch man selbst sein. Ohne Glauben, denke ich, hat das Leben keinen Sinn.

Wenn es Gott wirklich gibt, dann gäbe es die Gewissheit, dass es ihn gibt.

Jennifer Müller, 17; 10 BF 1 Theodor-Heuss-Schule; 23.08.01