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> Sofies Welt
> Der Mensch - das fragende und fragliche Wesen
> Freiheitsbegriff bei Sartre und Bultmann
> Albert Schweitzer
> Entwicklung religiöser Vorstellungen
> Christologie (Opfertod - Bonhoeffer, Auferstehung in die Welt)
> Kontingenzerfahrung (Absturz der Concord)
> Unterschied zwischen religiösem und philosophischem Fragen nach Gott
 
Grafik zu Sofies Welt, Seite 7-12
Sofie bekommt -ausgelöst durch den ersten anonymen Brief von Alberto- so etwas wie einen <ontologischen> Schock: Wer bin ich? Warum und wozu bin ich überhaupt auf der Welt? Könnte ich auch jemand anderes sein?
Thematisiert wird demnach die Kontingenz-Problematik. In der Grafik habe ich versucht, diese Problematik anhand des gerichteten Zeitstrahls deutlich zu machen. Die Kontingenz wird darin deutlich, dass man sich fragt: warum gerade diese Zeitspanne von 70 - 80 Jahren meines Lebens angesichts der vielen Milliarden Jahre des kosmischen Zeitmaßes? Die Kontingenz wird aber auch durch den Kinderwagen verdeutlicht. Was wäre, wenn meine Eltern sich nicht kennen gelernt hätten? Die Grafik stellt der Zufälligkeit unserer Existenz ein religiöses Deutungsmuster gegenüber. Zur Kontingenz empfehle ich auch meine Themapredigt über die Zeit (Synodalpredigt angesichts der Jahrhundertwende)
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  Der Mensch-das fragende und fragliche Wesen
Grafik mit Text zum Thema: Der Mensch - das fragende und fragliche Wesen. Einsetzbar für Religion, Anthropologie, Philosophie. Zu der unteren Hälfte der Grafik können die SchülerInnen den Arbeitsauftrag bekommen, Assoziationen zu den einzelnen, sehr unterschiedlichen Bildern zu äußern oder aufzuschreiben
>Ambivalenz des Menschen
Download der Grafik steht zur Verfügung
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Textgrafik zum Thema:
Freiheitsbegriff bei Sartre (Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt) im Vergleich mit dem Freiheitsbegriff bei Rudolf Bultmann.
(In der radikalen Hingabe an Gott, die alles von Gott, nichts von sich erwartet, wird der Mensch frei von sich selbst und erlangt damit erst seine eigentliche Freiheit)
Im unteren Teil der Grafik wird Bultmanns von vielen Christen missverstandenes Entmythologisierungsprogramm durch Gegenüberstellung des biblischen Mythos (Bindung an metaphysische Mächte) mit dem heutigen Existenzverständnis der Menschen (Selbstsicherung durch Bindung an innerweltliche Mächte und an das Selbst) verdeutlicht. >existenziale Interpretation der Bibel
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Text Albert Schweitzer
Zusammenfassung des theologischen und philosophischen Denkens von Albert Schweitzer, woraus unmittelbar seine Ethik folgt: <gut ist alles, was das Leben auf seinen höchsten Wert bringt>, wobei Schweitzer hier das Leben von Tier und Pflanze mit einbezieht. Darin unterscheidet er sich eindringlich von anderen anthropozentrischen ethischen Ansätzen.
Textgrafik zum Thema: Mensch und Natur, Umgang mit Tieren, Umweltzerstörung passend zur Ethik Schweitzers
Textgrafik zu den drei Stufen der Kulturentwicklung des Menschen
Jäger und Sammler, Ackerbau, Industrialisierung. Deutlich wird die Umkehrung des <Herrschaftsverhältnisses> zwischen Natur und Mensch bzw. Mensch und Natur
 
Textgrafik zum Thema: Entwicklung religiöser Vorstellungen
Dargestellt werden die Anfänge religiöser Entwicklung (Verehrung von Naturgottheiten, Magie, Bestattung, Opfer), über den Polytheismus zum jüdischen Monotheismus (Bundesschluss: Gott und Mensch schließen einen Vertrag) bis hin zum Christentum als Religion der Liebe. Achtung! Beim Download Querformat einstellen!
Dargestellt wird die Veränderung der Religion durch die Betonung der Vernunft und das Aufkommen der naturwissenschaftlichen Forschung. Am Ende stehen die vier <narzißtischen Kränkungen> der Menschheit durch Kopernikus, Darwin und Freud sowie die mögliche Selbstzerstörung durch Einsatz von ABC-Waffen, an der das Herausfallen aus der ursprünglichen göttlichen Geborgenheit vollends deutlich wird.
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  Christologie
Textgrafik, gegenüber gestellt werden zwei christologische Ansätze. Zum einen die klassische Opfertod- und Satisfaktions-Christologie. Der zornige Gott muss aufgrund der Sünde des Menschen durch den stellvertretenden Tod seines Sohnes versöhnt werden. Das zugrunde liegende Menschenbild ist das eines Sünders und Ohnmächtigen. Zum anderen der christologische Entwurf Dietrich Bonhoeffers. Gott erniedrigt sich selbst. Er ist bei uns, indem er selbst leidet und die Welt durch seine Liebe verändert. Jesus aufersteht in die Welt hinein. Er geht unerkannt durch die Zeiten (als Leidender). Er ist mitten im Leben jenseitig.
Text von Dietrich Bonhoeffer:
Wir leben in der Welt <etsi deus non daretur> (als ob es Gott nicht gäbe), nicht religiöse Interpretation biblischer Begriffe
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  Kontingenz des Schicksals:
Koinzidenz von unabhängigen Ereignisketten
Textgrafik zum Thema <Zufall, Schicksal, Vorsehung>
Am Beispiel des Absturzes der Concord bei Paris im Juli 2000 wird die absolute Zufälligkeit sich überschneidender Ereignisketten, die unabhängig voneinander ihren eigenen Kausalzusammenhängen folgen, verdeutlicht.
Folgende Diskussionsperspektiven und thematische Zusammenhänge sind denkbar:
Verdeutlichung der absoluten Zufälligkeit: Warum kommt das Metallteil so unglücklich zu liegen? Warum verliert die vorher gestartete Maschine das Metallteil <ausgerechnet> nach dem <Point of no Returne>, ab dem ein Startabbruch nicht mehr möglich ist?

Wenn der Startvorgang der Concord noch hätte abgebrochen werden können, hätten die Medien vmtl. berichtet: <Glück im Unglück-ein schweres Unglück konnte vermieden werden.> Welche Auffassung von Glück und Unglück drückt sich darin aus?

Nehmen wir an, ein Flugpassagier hätte durch irgendeinen merkwürdigen Umstand die Buchung des Fluges storniert. Was wird er vmtl. empfinden? Könnte er behaupten, Gott habe ihn vor dem Tod bewahrt?

Ist solch ein Zusammentreffen unglücklicher Umstände mit der Vorsehung Gottes zu vereinbaren? Läßt sich Gott im kontingenten Geschehen verorten? Wie läßt sich in dem ganzen Drama der Glaube an einen liebenden Gott aufrecht erhalten bzw. einbringen?

Welche möglichen weiteren Ereignisketten zieht das Unglück nach sich?
Schock der Angehörigen, Trauer, Zerstörung des Hotels usw.

Lassen sich solche Unglücke vermeiden? Was können wir daraus lernen? Lernen wir nicht immer erst dann, nachdem das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist?

Gegen diese Art von Schicksalskontingenz kann ich mich nicht wehren. Das Geschehene ist nicht rückgängig zu machen. Die einzige Freiheit, die wir haben, besteht in der Wahl einer bestimmten Haltung, die ich dazu einnehmen kann.
Thematisiert werden könnte das Angebot des christlichen Glaubens: Vergebung, Hoffnung, Auferstehung usw.
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Unterschied zwischen der religiösen und der philosophischen Frage nach Gott
Die beiden Textgrafiken sollten zusammen betrachtet werden. Der Pfeil bei der philosophischen Frage nach Gott weist von unten nach oben, also vom Menschen zu Gott. Das Mittel dazu ist die Vernunft. Man gelangt auf diese Weise zu einem namenlosen Gott, eher zu einem Prinzip des Universums oder der Schöpfung. Die darin liegende Problematik der Verfügbarkeit Gottes wird in der Grafik angedeutet. Thematisiert werden sollten die Gottesbeweise der Scholastik.
Die Frage nach Gott in der Religion geht den umgekehrten Weg. Der Mensch kann von Gott nichts wissen. Notwendig ist die Selbstoffenbarung Gottes, die Anrede Gottes an den Menschen, der er nur gehorsam folgen kann. Auf der rechten Hälfte der Grafik sind die Offenbarungsmedien aufgeführt. Sie stellen den Glauben der Menschen daran dar, wie sich Gott offenbart habe.
Auf der linken Hälfte findet man die Reaktion des Menschen auf den Anspruch Gottes. Im Unterschied zum philosophischen Gottesverständnis wird der ganze Mensch gefordert in Liebe, Hingabe und Vertrauen auf Gott. Religio als Bindung an einen persönlichen Gott. Die Andeutung der Problematik des religiösen Gottesverständnisses findet sich ebenfalls auf der Textgrafik. Weiter thematisiert werden könnten im Unterricht die Fragen: Warum gibt es verschiedene Gottesvorstellungen in den Religionen, während uns doch die Vernunft sagt, dass es nur einen Gott geben kann? Gibt es eine Synthese zwischen dem philosophischen und religiösen Fragen nach Gott?
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